Wir schaffen das!

Podcastfolge #60

„Wir schaffen das!“ – Eine euphorische Aussage im Moment der Stärke und Zuversicht. Man nimmt sich die nächsten Projekte vor und auf einmal funktioniert gar nichts mehr. Wie konnte es dazu kommen?

Podigee

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Ganz kontinuierlich und langsam geht der Prozess des Zerfalls von statten: Nachdem die ersten Zielvorgaben der neuen Projekte nicht erreicht werden konnten, schwindet allmählich das positive Mindset bis man denkt, wir schaffen gar nichts mehr.

Fragen wie „Wie komme ich da bloß wieder raus?“, „Warum begreifen die Mitarbeiter nicht, was der Kunde wirklich will?“ oder „Warum kündigen die Mitarbeiter? Es ist doch toll hier. Wir tun doch alles für sie“.

Tipp 1: Gefühle und Fakten voneinander trennen

Eine Kundenbeschwerde ist z.B. nichts anderes als ein Feedback des Kundens. Mehr ist es nicht. Jetzt kann ich aktiv werden, seine Rückmeldung ernst nehmen und das Problem beheben. Ich kann dafür Sorge tragen, dass der Kunde in Zukunft wieder glücklich ist.

Dazu gehört auch, die Situation nicht sofort auf einen selbst zu beziehen. Hat die Kündigung wirklich etwas mit mir als Geschäftsführer und unserer Firmenkultur zu tun? Oder gab es vielleicht private Gründe?
Ist es aber vielleicht auch zu hart, was wir fordern? Oder fordern wir zu wenig? Fühlen sich die Mitarbeiter richtig wertgeschätzt? Gibt es genug Kommunikation?

Das alles sind Ansatzpunkte, von denen man für die weitere Teamführung lernen kann. Es darf aber nicht dazu führen, sich selbst nach unten zu ziehen. Stattdessen geht es darum, die Fakten genau zu analysieren und aufgrund dieser rationale Entscheidungen zu treffen.

Tipp 2: Probleme als Chance sehen

Sobald man Probleme als Wachstumschancen sieht, kann man aus ihnen auch für die Zukunft lernen: Welche Strukturen oder Vorgehensweisen zur Problemlösung habe ich beim letzten Mal verwendet? Kann ich diese auf mein aktuelles Problem anwenden? Kann ich etwas an den Rahmenbedingungen oder Vorgehensweisen verändern, sodass das Problem in Zukunft nicht mehr auftritt? So kann man immer besser in der Problemlösung werden und wachsen.

Tipp 3: Sich wahre, neue Herausforderungen suchen

Denn neue, größere oder komplexere Herausforderungen werden kommen. Sobald Ihr Unternehmen reibungslos läuft, werden Sie sich neuen Aufgaben zuwenden. Denn Routine ist langweilig. Und die Arbeit soll einem Spaß machen, wenn man schon so viel Zeit damit verbringt.

Widmet man sich stattdessen aber keinen neuen Projekten, fängt man an, an Stellen fälschlicherweise zu optimieren und sein Unternehmen kontinuierlich zu schwächen: Wie kann ich noch ein bisschen mehr von meinen Mitarbeitern verlangen? Wo kann ich noch ein bisschen mehr von meinen Kunden holen? Oder wie kann ich mein Produkt/meine Dienstleistung etwas einfacher und damit günstiger gestalten, ohne dass es meine Kunden merken?

Tipp 4: Routinen als Grundlagen für Freude an der Arbeit

Damit Sie aber nicht wieder in einen Teufelskreis geraten und nach dem ganzen Problem Solving neue Projekte mit „Wir schaffen das!“ starten, nur um kurz darauf wieder überfordert zu sein, braucht Ihr Unternehmen eine solide Grundlage.

Etablieren Sie Routinen in Ihrem Unternehmen. Sei es zur Bearbeitung von Kundenbeschwerden, in der Auftragsbearbeitung, der Mitarbeiterförderung, der Kommunikation im Unternehmen oder der Vorgehensweise beim Kunden vor Ort.

Fazit

Nur so kann ein Unternehmen entstehen, das an jeder neuen Herausforderung wächst und sich stetig selbst verbessert. Das wird sich dauerhaft nicht nur auf die Zufriedenheit Ihrer Kunden und Mitarbeiter, sondern auch auf Ihren Kontostand auswirken. Dann werden alle Beteiligten Freude an der Arbeit haben. Dann wird der Moment der Stärke und Zuversicht anhalten und ein fester Bestandteil Ihrer Unternehmenskultur werden: „Wir schaffen das!“

Wenn Sie mehr zur Einführung von Routinen in Ihrem Unternehmen erfahren möchten oder Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie uns gerne. Auf LinkedIn gebe ich Ihnen regelmäßig Tipps zur Umsetzung von Prozessen – folgen Sie mir, um keinen mehr zu verpassen.

Herzliche Grüße
Malte Stöckert