Leben Sie das Leben, das Sie sich erträumt haben?

Podcastfolge #17

In der heutigen Podcastfolge soll es darum gehen, ob Sie Ihr Leben so leben, wie Sie es sich vorgestellt habe; wie Sie es sich wünschen. Und wenn das so ist, woran liegt das?
Und wenn das nicht so ist? Woran liegt das? Und was hat das Ganze eigentlich mit Prozessen zu tun?

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Sicherlich kennen wir alle diesen Spruch „Ich möchte so leben, dass ich morgen abtreten könnte und sagen kann: ‚Ich habe alles erlebt.‘“
Mich hat das schon in meiner Jugend fasziniert, als ich zur Schule gegangen bin. Und ich habe häufig mit Freunden darüber geredet, dass ich gerne ein solches Leben führen möchte, in dem ich sagen kann: „Wenn ich morgen plötzlich abtreten müsste, dann möchte ich auf mein Leben zurückblicken können und sagen können: „Ich habe es so gelebt, wie ich es wollte. Ich habe das genossen, was ich genießen wollte. Ich habe das gemacht, was ich machen wollte. Ich habe das hinterlassen, was mir in der kurzen Zeit des irdischen Daseins übrigbleibt, um etwas zu hinterlassen.“

Spannung zwischen Alltag und Träumen

Geht Ihnen das auch so? Ich denke, dass viele Führungspersönlichkeiten, dass viele Talente, dass viele Selbständige und Unternehmer von kleinen und mittelständischen Unternehmen so denken. Und da liegt etwas ganz Besonderes für mich in diesem Spruch.

Und was ist es denn, was ich hinterlassen möchte? Ganz genau. Ist es das Erbe, ein monetäres Erbe für den Sohn oder die Tochter oder die anderen Angehörigen? Ist es der Footprint, den du hinterlassen möchtest? Oder was ist es denn eigentlich genau?

Was ist es genau bei Ihnen? Jeder wird die Sehnsucht haben, etwas zu erschaffen, für das es sich zu leben lohnt oder eben auch im Extremfall zu sterben lohnt. Was ist das genau? Haben Sie sich schon mal getraut darüber zu reden? Oder haben Sie schon mal darüber nachgedacht? Lassen Sie diese Gedanken zu? Oder finden Sie das unverschämt so zu denken und Sie denken „Das kann ich sowieso nicht erreichen, weil wie sollte es denn funktionieren? Ich häng hier in meinem Job fest.
Ich mache immer diese alltäglichen Arbeiten. Ich muss mich immer wieder um den Ärger kümmern, den andere produzieren. Ich muss immer wieder dafür sorgen, dass die Fehler ausgebessert werden. Wir haben immer wieder Kundenbeschwerden und so weiter und so fort.
Ich muss mich ständig mit den anderen Abteilungen rumärgern und ich muss auch ständig mich mit meinen Kollegen abärgern, weil es eben nicht richtig funktioniert. Und dann soll ich noch Zeit für solch eine Frage aufwenden?“

Die eigene Wichtigkeit

Genau. Ging mir auch häufig so, weil ich mich nicht traute zu sagen oder zu denken, was ich wirklich mit meinem Leben noch erreichen will. Deswegen hänge ich in einer Schleife fest und arbeite einfach so, als wäre ich nicht ersetzbar. Und weil das ein gutes Gefühl ist, tue ich das, um nicht ersetzbar zu sein. Das heißt, wenn ich morgen krank wäre, dann würden einige Dinge nicht funktionieren. Wenn ich morgen ausfallen würde wegen eines Unfalls, dann geht es schlicht und ergreifend in der Firma an dieser Stelle nicht weiter. Wäre das nicht toll, so nicht ersetzbar zu sein? Ich kenne das nur zu gut. Und dann erzähle ich mir mal wieder eine Story, dass es kein anderer besser machen kann als ich.

Und dann bilde ich mir wieder ein, ich werde wirklich gebraucht. Und es ist ja unheimlich beruhigend und auch befriedigend, dieses gebraucht zu werden. Dieses „Die anderen verlassen sich auf mich“. Dieses „Toll, dass ich etwas geben darf.“ Und letzten Endes ist das auch eine Bewertung von außen.

Ich bekomme Lob. Vielleicht bekomme ich auch mal Kritik. Auf jeden Fall bin ich beschäftigt und muss nicht darüber nachdenken, was denn der Sinn meines Lebens ist oder der Traum meiner beruflichen Verwirklichung oder vielleicht auch der Traum meiner privaten Verwirklichung.

Sehr schön. Somit spare ich mir den ganzen Stress, womöglich meine eigene Lebensidee umzusetzen. Und hier geht es nicht um Geschwurbel, Weisheiten oder Philosophien, sondern es geht wirklich darum, was wollen wir tun. Und ich finde es immer ganz erstaunlich, wenn ich darüber nachdenke, wie viele Menschen ich kenne, die sich auf ihre Rente freuen.

Rente als Lebensziel?

Und die freuen sich deswegen auf die Rente. Nicht weil sie so hoch ist oder weil sie dann so ein fantastisches Leben hätten, sondern weil sie der Meinung sind, dann endlich das tun zu können, was sie sich ihr ganzes Leben schon vorgenommen haben.

Ernsthaft, ich lasse 65 Jahre meines Lebens verstreichen, um dann das zu tun, was ich mir schon immer vorgenommen habe. Warum? Warum machen wir das nicht heute? Warum fangen wir nicht heute damit an, das zu leben, was wir uns vorgenommen haben?

Wie viele Menschen kennen Sie, die Angst vor dem Älterwerden haben? Weil sie treibt ja die Angst um, krank zu werden. Aber vor allen Dingen unnütz und überflüssig zu sein und nicht mehr gebraucht zu werden. Von der Sozialgemeinschaft nicht mehr gebraucht zu werden, von den anderen nicht mehr angesprochen zu werden auf die Expertise und das Expertentum, das sie ja all die Jahre aufgebaut haben.

Davor haben die Menschen Angst. Und am Sterbebett dann oder vielleicht früher, ärgern sie sich und grämen sich, dass sie nicht das erschaffen haben, an das sich die Nachkommen erinnern werden. Dass sie nicht das erschaffen haben, was ihr Lebenstraum war, ihre Selbstverwirklichung war.

Vom Privileg, Probleme lösen zu dürfen

Warum denken wir bloß so? Und wenn man drüber nachdenkt, ist das nicht eigentlich selbstzerstörerisch? Wir lenken uns damit ab mit der täglichen Arbeit und dem täglichen Ärger und dem täglichen Stress. Und eigentlich sollten wir uns darüber freuen, dass wir beschäftigt sind und Probleme lösen dürfen.

Denn irgendwann können wir das schlicht und ergreifend nicht mehr. Schon mal drüber nachgedacht? Wir sollten uns freuen, Probleme lösen zu dürfen. Weil wir es irgendwann nicht mehr können. Es ist also ein Privileg, Probleme lösen zu dürfen, es ist ein Privileg, sich darüber nachts Gedanken machen zu dürfen: Wie könnte es besser laufen?

Es ist ein Privileg, darüber nachdenken zu dürfen, ein Leben selbstbestimmt zu leben, ein Leben so zu leben, wie ich es möchte. Meine berufliche Zukunft bestimmen zu dürfen und in dieser Freiheit leben zu können.

Wie viele Menschen können es auf diesem Planeten? Ich denke, es ist ein kleiner Prozentsatz von Menschen, die das wirklich können. In unserer Gesellschaft kann man nicht durch die Maschen fallen, wenn man sich nicht allzu dumm anstellt. In unserer Gesellschaft ist es möglich, den beruflichen Werdegang zu wählen, den man sich wünscht.

Und trotzdem tun wir das nicht, trotzdem träumen alle von der Rente. Weil sie dann endlich das tun können, was sie tun wollen und haben gleichzeitig Angst davor, weil sie eben nicht mehr in einem Netz stehen und weil plötzlich die Welt links und rechts zusammenbricht, weil sie nicht mehr gebraucht werden.

Und davor haben sie die allergrößte Angst, nicht mehr gebraucht zu werden. Und was würde ich dann hinterlassen haben? Dann habe ich einen Beruf ausgeübt, die letzten 30, 40 Jahre und vielleicht noch länger. Warum nur machen wir uns nicht die Gedanken darüber, wie unser Alltag aussieht, wie sie ihn verbessern könnten, damit wir mehr Zeit haben für die Dinge, die wir wirklich machen wollen? Sei es das Hobby oder sei es eben die Arbeit an sich. Oder liegt Ihre Selbstverwirklichung vielleicht in einem neuen Projekt? Der neue Garten, das Golfspiel, das Fußballspiel. Was auch immer es ist. Oder die Yogastunde. Oder der Fitnessclub oder was auch immer.

Warum machen wir uns so wenig Gedanken darüber? Die Zeit, die wir haben, sinnvoll einzusetzen und die Zeit, die wir haben, dafür einzusetzen, unsere Prozesse besser zu formulieren, unseren Arbeitsalltag zu ändern. Warum machen wir uns keine Gedanken darüber, wie heute unser Alltag aussieht und wo wir ihn wie verbessern könnten, damit wir mehr Zeit haben für diese Dinge?

Mit Prozessen zum Erfolg

Was hat das jetzt mit Prozessen zu tun? Was hat das jetzt mit einer Prozesslandschaft zu tun? Was hat das jetzt mit einer Organisationsstruktur zu tun?

Nun, erst wenn Sie anfangen, die Strukturen zu legen und zu diskutieren, die die Zusammenarbeit mit den anderen definiert. Erst dann werden Sie in der Lage sein, sich selbst zu befreien. Denn das ist der Schlüssel für alle weiteren Aufgaben. Wenn Sie niederschreiben und Strukturen schaffen und mit anderen Leuten darüber reden, wie Ablauf XY ganz genau aussehen soll und Sie sich darauf einigen, dass es ab heute so getan wird, dann wird der Ärger über einen negativen Output von diesem nicht vorhandenen Prozess verschwinden. Dann wird der Stress aus der Organisation fallen, dann wird mehr Zeit gewonnen werden, die Sie einsetzen können, um das zu tun, was Sie schon immer tun wollten. Und dafür brauchen Sie nicht auf Ihre Rente zu warten, denn Sie beginnen Ihre Umgebung so zu beschreiben, wie Sie leben wollen in dieser Umgebung.

Und es wird Ihnen gelingen, immer weniger Fehler zu produzieren. Und damit wird Ihr persönlicher Einsatz für die Fehlerbehebungen reduziert. Das ist ja das, womit wir uns die ganze Zeit beschäftigen. Es werden Fehler produziert, weil es keine Absprachen gibt. Es werden Fehler produziert, weil es keine Strukturen gibt. Es werden Fehler produziert, weil es keine Prozesse gibt. Sie werden die Zeit gewinnen, das zu tun, was Sie schon immer wollten.

Warum starten wir nicht schon heute damit? Wir müssen nicht auf das Renteneintrittsalter warten oder auf den weißen Ritter oder einen äußeren Umstand. Ein Ereignis, das uns die Augen öffnen wird. Denn tief in uns drin wissen wir schon, was wir tun wollen.

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Herzliche Grüße
Malte Stöckert